Essen Sie viel Rohkost, vor allem Möhren, Kohlrabi, Gurken oder Radieschen, z.B. als "Snacks" zwischendurch. Das dämpft das Hungergefühl, hilft gegen die Leere im Mund, gibt Ihnen etwas in die Hand und kurbelt ihre Verdauung an.

Wenn Sie in der ersten Zeit Ihres Nichtraucherlebens unter Verstopfung leiden sollten, helfen Sie Ihrem Darm auf die Sprünge und essen Sie ballaststoffreiche Kost , z.B. oben genannte Rohkost und trinken Sie genügend. Etwa 2 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag sollten Sie schon trinken. Am besten sind Mineralwasser, grüner Tee, Gemüsebrühe, aber auch schwarzer Tee, Kräuter- oder Früchtetee, möglichst ohne Zucker, sind geeignet.

Meiden Sie, wenn es möglich ist, Kaffee. Er weckt Hungergefühle und stimuliert Sie unter Umständen, doch wieder zu rauchen. Nicht zu empfehlen sind kohlehydratreiche Getränke wie Cola oder Fruchtnektare.
Wenn Sie noch mehr für Ihr Wohlbefinden tun möchten, können Sie, wenn Sie es vertragen, in die Sauna gehen. Das Saunieren unterstützt die Entgiftung Ihres Körpers und regt das Immunsystem an.
Treiben Sie regelmäßig Sport (z.B. Nordic Walking), machen Sie Fahrradtouren oder gehen Sie spazieren. Frische Luft, besonders Waldluft, entspannt, reinigt die Lunge, tut gut und unterstützt die Verdauung.

Die Verdauung
Ein sehr intimes Thema, das auch heute, in unserer aufgeklärten Welt, weitgehend tabuisiert wird, ist unsere Verdauung. Es kursieren die abenteuerlichsten Vorstellungen über Häufigkeit und Normalität. Hier besteht noch Aufklärungsbedarf, denn der Verbrauch von Abführmitteln ist in Deutschland sehr hoch (die Umsätze liegen nach Angaben von J. Pütz 1998 bei etwa 150 Millionen DM). Mit der dauerhaften Anwendung von Abführmitteln schädigen Sie sich selbst, die negativen Auswirkungen sind gefährlicher als der momentane positive Effekt.
Abführmittel führen zu Darmträgheit, also zum Gegenteil dessen, was Sie anstreben, zudem entziehen Sie Ihrem Körper die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente.
Raucher behaupten, dass "es" nur mit Hilfe der Zigarette funktioniert. Sie haben im Prinzip recht, denn Nikotin ist ein Gift, das zunächst anregend (auch auf die Darmfunktion), später lähmend wirkt. Deshalb muss der Darm nach dem Nikotinentzug lernen, wieder ohne Hilfsmittel zu funktionieren.
Dies ist möglich und J. Pütz empfiehlt in seinem Buch "Darm und Po" zur Unterstützung:

  • Ballaststoffreiche Kost
  • Ausreichend Zeit für den Stuhlgang
  • Gewöhnung an eine bestimmte Uhrzeit für den großen Toilettengang
  • Entspannung

Oder probieren Sie aus, welche Wirkung ein morgens nüchtern getrunkenes großes Glas Wasser zeigt. Noch besser ist ein Apfelessig-Trunk, der allgemein wohltuend wirkt und dem Körper außerdem wertvolle Mineralien und Spurenelemente zuführt.

Hier ein sehr wohlschmeckendes Rezept, nicht nur für werdende Nichtraucher:

Apfelessigtrunk
100 ml Apfelessig und
100 g Imkerhonig in eine Glasflasche geben und
gut schütteln, damit sich der Honig auflöst.

Von dieser Mischung geben Sie morgens ca. 10 ml in ein Glas, füllen mit kaltem Wasser auf und trinken es nüchtern.
Wenn Sie mögen, können Sie mittags und abends vor den Mahlzeiten ein weiteres Glas Apfelessig-Trunk genießen.

Auch über Nacht eingeweichte Pflaumen, etwa 3 - 4 Stück, die Sie morgens nüchtern essen, können einen rasanten Erfolg bringen.

Die Ballaststoffe
In den heutigen Fast-Food-Zeiten scheinen Ballaststoffe unmodern geworden zu sein, werden gleichgesetzt mit unnötig und wertlos. Dabei sind die Ballaststoffe für Ihren Körper sehr wichtig und es lohnt sich, dass Sie sich mit ihnen beschäftigen.
Wenn Sie ballaststoffreich essen, tritt schneller ein Sättigungsgefühl auf, das auch länger anhält. Sie können somit die Kalorien reduzieren und Einfluss auf Ihr Gewicht nehmen.

Viele interessante Informationen und Rezepte zu diesem Thema finden Sie im Buch der Hobbythek von Jean Pütz "Darm und Po". Der kostenlose Hobbytipp Nr. 257 zu diesem Thema ist leider nicht mehr auf der Homepage des WDR zu finden.

Jean Pütz, Christine Niklas, Ellen Norten:
"Darm & Po"
vgs Verlagsgesellschaft Köln
ISBN 3-8025-6201-1
11,80 €

Zum Inhalt:
Wer kennt sie nicht, die Probleme mit der nicht oder schlecht funktionierenden Verdauung? In den letzten 15 Jahren haben Krankheiten der Verdauungsorgane um 50% zugenommen. Ein Grund mehr, sich mit diesem Thema zu befassen und Konsequenzen daraus zu ziehen.
Ob Durchfall oder Verstopfung, ob chronisch entzündliche Darmkrankheiten oder Hämorrhoiden, eine vernünftige, ballaststoffreiche Ernährung und eine sanfte Darmpflege - von innen und außen können viele dieser unangenehmen Beschwerden beheben.
Wie wichtig ein gesunder Darm ist, zeigen außerdem neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, die belegen, dass sich im Darm der größte Teil unseres Immunsystems befindet. Hier werden Krankheitserreger identifiziert, Abwehrzellen aktiviert und vorbeugende Informationen gespeichert.